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Was hält Fethullah Gülen von Konflikt produzierendem Verhalten?

Geschrieben von Muhammed Çetin am . Veröffentlicht in Fragen und Antworten zur Gülen-Bewegung

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Ein Konflikt ist ein Kampf zwischen zwei Akteuren, die versuchen, Ressourcen an sich zu reißen oder zu kontrollieren, die beide als wertvoll betrachten. Gülen verachtet solche Konflikte. Er argumentiert, dass „es keinen aussichtsreicheren Weg zu einer besseren Welt gibt als den, Streitigkeiten und Konflikte zu vermeiden und stets positiv und konstruktiv zu handeln. […] In der Welt von heute kann man andere Menschen nur durch Argumente dazu bringen, Ideen zu akzeptieren. […] Wer Zwang ausübt, um dies zu erreichen, [ist] intellektuell bankrott. Denn wenn es darum geht, die eigenen Angelegenheiten zu regeln und den eigenen spirituellen und religiösen Werten Ausdruck zu verleihen, werden die Menschen darauf bestehen, frei entscheiden zu dürfen.“ Die Demokratie bedürfe zwar weiterer Verbesserungen, „sie ist aber das einzig tragfähige politische System. Deshalb sollten die Menschen danach streben, politische Institutionen zu modernisieren und zu stärken. Nur dann lässt sich eine Gesellschaft aufbauen, in der die individuellen Rechte und Freiheiten respektiert und unterstützt werden und in der die Chancengleichheit für alle kein Wunschtraum bleibt.“ Fethullah Gülen macht geltend, dass Konflikt produzierendes oder reaktionäres Handeln kein probates Mittel sein kann, weil es für gewöhnlich in Extremismus und Gewalt ausartet und Gegenextremismus und Gegengewalt erzeugt.

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