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  • Das Gewissen und der soziale Geist
  • Tahqiq (Verwirklichung)
  • Unsere Lebensphilosophie
  • Fena fillah (Auflösung in Gott) Teil-3
  • Trotz Hindernissen auf dem Weg des Friedens voranschreiten
  • Terror - ein appell zur selbskritik
  • Fena fillah (Auflösung in Gott) – Teil 2
  • Welche Lehren sind aus diesem Hadith zu ziehen?
  • Der niedergang des denkens
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Fethullah Gülen in Le Monde – „Islam und Demokratie sind vereinbar“

Fethullah Gülen, Le Monde
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Das Gewissen und der soziale Geist

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Frage: In letzter Zeit taucht in vielen Debatten und Artikeln immer wieder der Begriff „sozialer…

Tahqiq (Verwirklichung)

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Die allgemeine Definition des Begriffes Tahqiq umfasst das Erforschen und Untersuchen einer Sache,…

Pessimismus und das Zeitalter des Gewissens

Fethullah Gülen
Der Pessimismus – man kann ihn als einen Zustand beschreiben, in dem man alles um sich herum…

Die Hizmet-Bewegung und die vermeintliche Unterwanderung des Staates

Fethullah Gülen
Frage: Es wird behauptet, die Hizmet-Bewegung unterwandere den Staat und strebe die Machtergreifung…
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Fethullah Gülen: Gewalt ist nicht in der Tradition des Propheten

Jeden Tag beten die Muslime:„O Allah! Führe uns den rechten Weg!“ Es ist ein Bittgebet, welches uns helfen soll, uns von Extremen fern zu halten und das Gleichgewicht in unserem Leben zu behalten. Wir dürfen weder Geiseln unserer rückschrittlichen Instinkte werden noch dürfen wir gegenüber der systematischen Beleidigung unserer Werte und Glaubensätze völlig schweigsam bleiben. Dieses Gleichgewicht wurde durch gewalttätige Antworten auf die Verletzung der Hinterlassenschaften des Propheten Mohammed (Friede sei mit Ihm) ins Wanken gebracht. Diese gewalttätigen Antworten waren falsch und leiteten vom rechten Weg ab.

Muslime sollen nicht gleichgültig gegenüber der Respektlosigkeit gegenüber dem Propheten (Friede sei mit Ihm) sein. Im Gegenteil, sie müssen höchste Sensibilität und Umsicht/Behutsamkeit zeigen. Jene, die den Islam verletzen, können auf der Suche nach einer Möglichkeit, das Image der Muslime negativ darzustellen, sein. Und daher Diskriminierung, Isolation, Verfolgung und Abschiebung legitimieren/begründen. Die absichtliche Provokation/Aufhetzung und die Schaffung von Aufruhr in der islamischen Welt ist nichts Neues. Unsere heiligen Werte wurden in der Vergangenheit mithilfe von Karikaturen angegriffen. Heute wird dies mit einem Film und einer Karikatur in einer französischen Zeitschrift gemacht. Und morgen werden eventuell andere Mittel eingesetzt. Muslime dürfen nicht getäuscht oder gelockt werden. Sie müssen reden, um jene, die leicht zu Gewaltakten neigen können, zu hindern.

Wenn ein negatives Kommentar über den Propheten (Friede sei mit Ihm) fällt, wie schwach sie auch immer sein mag, sollte ein Muslim tiefe Trauer empfinden. Wie man diese Trauer ausdrückt, ist ein eigenes Thema. Unverantwortliche Handlungen einzelner Individueller schädigen das Bild des Islam und zerstören die Traditionen, die sie im Grunde glauben zu verteidigen.

Da in solch einer Situation die Rechte eines jeden Muslims, als auch das Recht Gottes, des Koran und der Propheten auf dem Spiel stehen, sollten jene nicht rücksichtslos handeln. Man sollte die möglichen Konsequenzen einer jeder Handlung abwägen und die Weisheit des gemeinsamen Urteils suchen.
Die Frage, welche wir uns Muslime stellen sollten, ist, ob wir den Islam und seinen Propheten (Friede sei mit Ihm) der Welt richtig vorgestellt haben. Sind wir seinem Pfad in solch einer Weise gefolgt, dass es Bewunderung ausgelöst hat? Wir müssen so handeln, aber nicht mit Worten, sondern mit Taten.
Wenn die Selbstmordattentäter das Erste sind, was den Menschen in den Sinn kommt, wie können diese Menschen eine positive Meinung über den Islam haben. Wie kann das willkürliche Töten von unschuldigen Zivilen sich von der Barbarei in der Geschichte, die Muslime erleben mussten, unterscheiden? Welche vernunftmäßige Erklärung steht hinter dem Angriff auf ein Konsulat in Libyen, hinter der Tötung von einem Botschafter und den Angestellten im Konsulat, die nichts mit diesem Film zu tun haben? Wenn es Muslime waren, die diese Angriffe durchgeführt haben, dann bedeutet das, dass sie völlig in Unkenntnis sind, was Islam bedeutet und dass sie im Namen des Islam das größte Verbrechen/ die größte Untat begehen.

Fethullah Gülen: Ein Muslim hat immer in seinen Taten und Worten ehrlich und widerspruchsfrei zu sein

Ein Muslim hat immer in seinen Taten und Worten ehrlich und widerspruchsfrei zu sein. Er sollte die Werte der Christen, Juden, Buddhisten und anderer wie er sich erwartet, dass seine eigene Religion respektiert wird, respektieren. In der Reaktion auf ein Ereignis sollte ein Muslim den angemessenen, mittleren Pfad einschlagen. Viele richtige Formen von Antwortmöglichkeiten können gefunden werden, indem man an das gemeinsame Gewissen der Gesellschaft und der internationalen Gemeinschaft appelliert.

Hassreden mit der Absicht Gewalt zu provozieren sind ein Missbrauch der Freiheit der Meinungsäußerung. Es verletzt Rechte, Würden und Freiheiten anderer, während die Menschheit in einen Konflikt zu Zeiten schrecklicher Waffen getrieben wird. Anstatt ein Opfer solcher Aufhetzungen zu werden, sollten wir uns an die relevanten, internationalen Institutionen, wie die Organisation für die islamische Zusammenarbeit oder die Vereinten Nationen wenden, damit diese eingreifen, und Fälle von Hassreden verurteilen. Wir können alles Mögliche im gesetzlichen Rahmen unternehmen, um jegliche Respektlosigkeit nicht allein dem Propheten Muhammed (Friede sei mit Ihm) gegenüber, sondern aller religiöser Figuren gegenüber zu verhindern.

Die verbalen Angriffe auf den Propheten (Friede sei mit Ihm), die wir in letzter Zeit miterlebt haben, sind zu verurteilen, jedoch ist Gewalt keine richtige Antwort. Stattdessen müssen wir eine Kampagne zur Förderung von Respekt gegenüber allen Werten in allen Religionen starten.

Fethullah Gülen ist ein muslimischer Gelehrter in der sunnitischen Tradition und Ehrenpräsident in der Journalisten- und Autorenstiftung in der Türkei.

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Wirklich zivilisierte Menschen können wir nur dann werden, wenn wir uns alle Tugenden und Fähigkeiten zu Eigen machen. Diejenigen, die denken, Zivilisation bedeute, allen Begierden nachzugeben, und diejenigen, die Zivilisation mit äußeren Formen oder dem Tragen moderner Kleidung gleichsetzen, sind Menschen, die auf äußere Reize ansprechen und sich oberflächlichen Äußerlichkeiten hingeben.
Fethullah Gülen