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Wo liegen die Prioritäten der Bewegung?

Geschrieben von Muhammed Çetin am . Veröffentlicht in Fragen und Antworten zur Gülen-Bewegung

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Fethullah Gülen

Priorität Nummer eins der Bewegung ist die Bildung. Gülens Ansicht nach behindert der Mangel an fundierter Bildung die Schaffung von Gerechtigkeit, die Anerkennung der Menschenrechte und die Entwicklung einer Haltung der Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen Menschen: „Wer die Massen unter Kontrolle halten will, muss ihnen lediglich den Zugang zum Wissen versperren. Solcher Tyrannei kann man nur durch Bildung entkommen. Die Straße zur sozialen Gerechtigkeit ist mit einer angemessenen, allen zugänglichen Bildung gepflastert; denn nur sie vermittelt den Menschen so viel Verständnis und Toleranz, dass sie die Rechte ihrer Mitmenschen respektieren.“

Gülen ist der Auffassung, dass es eine neue Art von Bildung braucht, die religiöse und wissenschaftliche Erkenntnisse mit Moral und Spiritualität vereinigt. Diese Bildung werde aufgeklärte Menschen hervorbringen, mit einem von den religiösen Wissenschaften und der Spiritualität erleuchteten Herzen und einem von den Naturwissenschaften geschärften Verstand. Im Handeln und Leben solchermaßen gebildeter Menschen werden sich, so Gülen, Menschlichkeit und moralische Werte widerspiegeln. Sie werden mit den sozio-ökonomischen und politischen Gegebenheiten ihrer Zeit bestens vertraut sein.

Eine Bildung, wie die Bewegung sie versteht, möchte den Menschen ermöglichen, selbständig zu denken und einen auf positiven Werten wie sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechten und Toleranz gründenden Wandel herbeizuführen. Darin unterscheidet sich die Bewegung sehr stark von exklusivistischen Organisationen oder Sekten, die nach innen orientiert sind und von ihren Mitgliedern Konformität verlangen. Exklusivistische Organisationen oder Sekten haben ihre eigenen privaten Riten, Erkennungszeichen und so weiter, Hizmet kennt so etwas nicht.

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