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Führt nicht die Entscheidung für oder gegen bestimmte Projekte gelegentlich zu Konflikten innerhalb der Bewegung?

Geschrieben von Muhammed Çetin am . Veröffentlicht in Fragen und Antworten zur Gülen-Bewegung

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Fethullah Gülen

Konflikte entstehen in einer Organisation oder Bewegung a) weil zu wenig kommuniziert und kooperiert wird, b) weil es bei der Verteilung von Ressourcen und Anreizen nicht fair zugeht, c) weil einzelne Personen übergangen werden, d) weil man unrealistische, aussichtslose oder hinfällige Ziele oder Projekte verfolgt und e) weil man hohe persönliche oder kollektive Risiken eingeht.

Im Rahmen von Hizmet jedoch engagieren sich die Menschen zumeist nicht nur in einem bestimmten Dienst-Projekt, sondern gehören nebenbei auch gleich mehreren sozialen Netzwerken an. Außerdem verschaffen ihnen die Medien und Presseorgane Zugriff auf Informationen über die Aktivitäten und Werte der Bewegung. Insofern mangelt es der Bewegung sicherlich nicht an Kommunikationsmitteln. Sie hat die Möglichkeit, verschiedene einander ergänzende Strategien zu verfolgen. Und sie vermag ihren Mitwirkenden für die veränderten Realitäten der Welt von heute neue Erklärungsansätze oder Perspektiven zu liefern.

Die Ortsgebundenheit der Projekte und die gemeinschaftliche Entscheidungsfindung verhindern, dass sich die Mitwirkenden in Hinblick auf Ressourcen und Anreize ungerecht behandelt fühlen, dass unrealistische oder überflüssige Projekte durchgeführt werden und dass man unnötige Risiken eingeht. Aus all diesen Gründen ist Hizmet von inneren Konflikten verschont geblieben.

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