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Betreibt die Bewegung Identitätspolitik (zum Beispiel auf der Basis von Glauben oder Nationalität)?

Geschrieben von Muhammed Çetin am . Veröffentlicht in Fragen und Antworten zur Gülen-Bewegung

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Fethullah Gülen

Hizmet betreibt keine Identitätspolitik. Die Bewegung strebt nicht danach, sich in ethno-religiöser, kultureller oder geografischer Hinsicht von anderen Völkern abzusetzen. Die Bewegung betrachtet eine radikale Form der Identitätspolitik als Gefahr für die Gesellschaft, weil sie Intoleranz, Ausgrenzung und selbstzerstörerischen Fundamentalismus mit sich bringt.

Die Mitwirkenden in der Bewegung akzeptieren und halten sich an lokale und internationale Normen, Vorschriften und Gesetze. Sie teilen die ganz normalen Sorgen und Probleme der Menschen in aller Welt und möchten einen Beitrag zur Lösung leisten. Weltsicht, Intentionen und Bemühungen der Bewegung werden von der überwältigenden Mehrheit der Menschen in der Türkei akzeptiert; gleiches gilt auch für das Ausland, soweit die Bewegung dort bekannt ist. Somit kann die Bewegung auf der ganzen Welt als Versöhnungsstifter zwischen zerstrittenen Parteien auftreten. Sie setzt dabei auf legale, formalisierte und institutionalisierte Mittel.

Die Bewegung definiert sich durch ihre sozialen und multikulturellen Beziehungen; ihr fester Wille, einen Konsens zwischen unterschiedlichen Gemeinschaften zu suchen, legitimiert ihre transnationalen Projekte; weder flüchtet sie sich in Fundamentalismus und Sektierertum, noch leitet sie jemanden dazu an.

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