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Wer hat Zugriff auf die Entscheidungsfindung und kann die Ressourcen kontrollieren?

Geschrieben von Muhammed Çetin am . Veröffentlicht in Fragen und Antworten zur Gülen-Bewegung

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Fethullah Gülen

Der leitende Ausschuss oder der Vorstand der Einrichtungen und SMOs kontrolliert die Zuweisung und Neuverteilung von Aufgaben, Ressourcen und Befugnissen durch Prozesse gemeinsamen Abwägens. Die in den Dienst-Netzwerken geltenden Normen garantieren eine Einbeziehung. Sie bilden die entscheidende Referenz für alle Handlungs- und Transformationsprozesse. Jedem, der in den Dienst-Netzwerken aktiv ist, steht es frei, sich an den Entscheidungsfindungsprozessen zur Kontrolle der Ressourcen zu beteiligen.

Auf der einen Seite steht also die demokratische Partizipation, auf der anderen Seite wird in der Bewegung allgemein anerkannt, dass der Islam Muslimen davon abrät, aktiv nach Machtpositionen zu streben. Denn wer dies tut, läuft Gefahr, sich in die entsprechende Position zu verlieben und zu sehr an ihr zu hängen, weil sie ihm persönliche Vorteile beschert. Die Mitwirkenden zitieren in diesem Zusammenhang einen Hadith des Propheten: „Dürstet nicht nach einer Machtposition, denn wenn euch diese Position als Resultat eures Dürstens gewährt wird, werdet ihr allein gelassen (ohne dass Gott euch unterstützen und die mit der Position verbundene Verantwortung abnehmen würde); wenn sie euch hingegen gewährt wird, ohne dass ihr danach verlangt hättet, so wird euch geholfen (von Gott bei der Erfüllung eurer Pflichten). Folglich ist Machtstreben in der Bewegung verpönt. Wenn jemand offen nach Autorität oder Macht strebt, bleibt sie ihm verwehrt.

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