Fethullah Gülen: „So wie ich bin, so werde ich zurückkehren – Ich bin Kind meiner Heimat.“

Fethullah Gülen

Während in den regierungsnahen Medien in der Türkei skrupelloseste Diffamierungen gegen Fethullah Gülen und die Hizmet Bewegung gemacht werden, titelte die Zeitung Yeni Safak, Gülen werde wie Chomeini in die Türkei zurückkehren. Diese Schlagzeilen kennt die Türkei von der Zeit des postmodernen Putsches 1997.

Obwohl Gülen vor acht Jahren mit der Begründung staatsfeindliche Organisationen zu gründen und den Staat zu unterwandern vor Gericht stand und letztendlich freigesprochen wurde und die Entscheidung vom Strafgremium des Berufungsgerichts (Yargitay Ceza Kurulu) genehmigt wurde, zeigen die heutigen Schlagzeilen, welche Dimension die durch Feindseligkeit motivierte finstere Propaganda der regierungsnahen Medien bereits erreicht hat. Diese werden in die Geschichte eingehen.

Ich bin Kind meines Landes

Der türkische Islamgelehrte Fethullah Gülen antwortete auf ähnliche Vorwürfe am 25. Juni 2008 mit den Worten: „Nicht mal ein Iraner bin ich, dass ich wie Chomeini zurückkehren sollte. Auch habe ich nie den Anspruch Chomeinis gehabt. Ich bin Teil meines Landes. Ich bin auch kein Egel, der vom Ausland importiert und meinem Volk aufgedrängt wurde. Ich bin Kind dieses Landes. Nicht eine handvoll Boden, das diesem Land gehört, würde ich gegen Welten austauschen. Ich kam, wie ich war. Und wie ich bin, so werde ich zurückkehren.

Einige Äußerungen Gülens

„ (...) Zu unterschiedlichen Zeiten bin ich auch vorher viel ins Ausland gereist. Selbst in die USA kam ich mehrmals zuvor. Nach Europa war ich mehrere Male gereist, um meine Freunde und unsere Institutionen zu besichtigen. Als ich 1994 von meiner Reise aus den USA zurückkehrte rief ich meine Freunde an bat sie, jemanden zu schicken, um mich abzuholen. Nur einmal kamen die Medien bei der Rückkehr aus dem Vatikan, denen Herr Alaaddin Kaya von meiner Heimkehr informierte."

Weiterhin sagt Gülen: „Ich mochte es nie, mit Getöse und Getümmel hin- und herzureisen. Träume und persönliche Wünsche bezüglich der Zukunft habe ich nie gehabt. Insofern habe ich weder hinsichtlich der Konfession, des persönlichen Charakters oder der Landeszugehörigkeit Ähnlichkeiten mit Chomeini gehabt.

Sie werden sich schämen für ihre Vorwürfe

Jegliche Ziele und Pläne außer das Wohlgefallen Allahs sah ich stets als

Zeit-, Energie und Lebensverschwendung. Sogar Gedanken wie beispielsweise, ob wir mit 5-10 Engagierten der Demokratie in der Türkei etwas beitragen könnten, betrachtete ich als Frevel. Jemand, der sich dem Wohlgefallen Gottes verpflichtet fühlt, darf an nichts anderes denken; dies würde bedeutet, dass für ihn Gott und sein Gefallen allein nicht ausreichten. Falls wir für Gott tun, für Ihn reden und schweigen, für Ihn sitzen und aufstehen, dann sollte Er für uns ausreichen. Parallel dazu Gedanken und Wünsche darf man nicht haben.

Da sie meine Wenigkeit mit meinen persönlichen Charaktereigenschaften nicht kennen, reden sie eben intuitiv. Unnötige Ängste, die durch psychische Störungen hervorgerufen werden (sog. „Vehim").

Ängste, die der Satan ihnen zuflüstert. Triebe und Impulse die der Satan auch den Polytheisten von Mekka gegen den Propheten Mohammed zuflüsterte. Paranoia. Diese werden auch von einigen bewusst gesteuert, um Gefühle der Feindseligkeit gegen Euch auszulösen. Und diese sind meist Menschen, die Euch nicht kennen.

Wie ich bin, so werde ich zurückkehren!..

Und zu der Sache, ob ich zurückkehre. Das ist natürlich eine ganz andere Frage. Es ist meine Heimat. Ich habe hier Bodenteile aus hundert unterschiedlichen aus der Türkei, an denen ich rieche und mit denen ich Trost zu finden glaube. Ich bin ein Sohn und ein Teil meines Landes. Ich bin auch kein Egel, der vom Ausland importiert und meinem Volk aufgedrängt wurde. Ich bin Kind dieses Landes. Nicht eine handvoll Boden, das diesem Land gehört, würde ich gegen Welten austauschen. Gäbe man mir ganz Amerika, würde ich mein ärmliches Dorf Korucuk vorziehen. So denke und fühle ich. Aber da gibt es etwas: Ich habe eine Überzeugung, für die ich kämpfe. Ein Dienst (hizmet), für das ich strebe. Unser Glaube, der Islam, für den ich lebe. Und schließlich möchte ich nicht für Unruhe in meinem Heimatsland sorgen, noch weniger für Reaktionen gegen den Glauben. Diese sind mein Ideal, meine Vorstellung.

Höchstwahrscheinlich, mit dem Willen und Erlaubnis Gottes, werden sie, falls ich rückkehren sollte, nur davon hören und werden sagen: „Ist er gekommen? Wie kam es dazu, dass wir es nicht mal bemerkt haben?" Als ich von Syrien in die Türkei kam, war es genauso. Trotz der Einschränkungen rannte ich durch stachelige Täler, ruhte mich 20 Tage aus, stand auf und ging selbst zum Gericht."

Meinen Charakter erachte ich als meine Ehre

Ich kam, wie ich war. Und wie ich bin, so werde ich zurückkehren. Meinen Charakter erachte ich als meine Ehre. Ein Eingriff in meinen Charakter ist für mich wie ein Übergriff über meine Ehre. Mein Sprechen, beim Reden, beim Handeln gab ich mir stets Mühe meinen Charakter mit besonderer Empfindlichkeit bewahren. Gelang es mir nicht, meine Manieren zu bewahren, machte mich dies bekümmert.

Voller Reue und Buße werden sie weinen

Wer nicht kennt, der weiß nicht und spricht intuitiv. Aber die Zeit wird kommen, in der auswendiggelerntes Wissen verfaulen wird, so Gott will. Es wird wieder zu einer Zusammenkunft und Einheit kommen, mit der Gnade Gottes. Jeder wird sich gegenseitig respektieren und akzeptieren. Unterschiedliche Meinungen werden als Reichtum betrachtet werden und sie werden, wie es unser Dichter zum Ausdruck bringt, „voller Reue und Buße weinen."

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